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3. Juli 2026/66 min

Platz 1 im App Store über Nacht: Wie WePush (ehemals SongPush) mit Creator-Marketing Millionen macht

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Bleib auf Stand: das Founder Briefing, Di + Fr um 7 Uhr.

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Markus Cremer, Co-Founder von WePush, hat eine Plattform gebaut, die inzwischen über 500.000 Kollaborationen zwischen Marken und Creatorn ermöglicht hat. Gestartet ist alles als SongPush – eine Musikpromo-Agentur, die aus einer klaren Nischenstrategie heraus entstand. Heute greift WePush als Creator-Marktplatz den viel größeren Brand-Markt an und ermöglicht Kampagnen mit 50 bis 100 Creatorn gleichzeitig.

In dieser Episode erzählt Markus, warum der Weg über eine enge Nische der richtige war, wie ein einziges Creator-Video die App über Nacht auf Platz 1 im App Store katapultierte – und warum das Briefing über Erfolg oder Misserfolg jeder Kampagne entscheidet.

Von SongPush zu WePush: Der Weg über die Nische

Markus startete bewusst in der Musikindustrie – einem Markt, dessen Kontakte, Probleme und Dynamiken er aus eigener Erfahrung kannte. Erst nachdem dort Traktion entstanden war, expandierte er in breitere Märkte. Diese Fokussierung auf eine Nische, bevor man skaliert, zieht sich als roter Faden durch das Gespräch.

Ein zentraler Moment der Firmengeschichte: Ein Video des Creators Cengo brachte die App über Nacht auf Platz 1 im App Store. Die Zahlen sprechen für sich – 30.000 Downloads in einer einzigen Nacht, und die Server gingen für 30 Minuten offline, weil die Infrastruktur auf diesen Ansturm nicht vorbereitet war.

Bemerkenswert ist auch der Pivot weg von Twitch hin zu TikTok. Der Grund war schlicht Marktgröße: In Deutschland gab es nur rund 200 Streamer mit mehr als 100 gleichzeitigen Live-Zuschauern – ein viel zu kleiner Markt, um darauf ein Geschäft aufzubauen. TikTok bot die notwendige Reichweite und Dynamik.

Creator-Marketing: Warum 50 Videos mehr wert sind als 3 Influencer

WePush setzt bewusst auf das Power-Law-Prinzip im Content-Marketing: Von 300 produzierten Videos treiben typischerweise nur 10 rund 70 bis 80 Prozent der Performance. Kreative Briefs erhöhen dabei die Wahrscheinlichkeit, dass sich unter den vielen Videos echte virale Ausreißer befinden.

Ein wichtiger Erkenntnisgewinn aus der Praxis: Sharing- und Saving-Raten sind wichtigere Erfolgsmetriken als reine Views. Der TikTok-Algorithmus belohnt aktiv geteilten und gespeicherten Content deutlich stärker als Content, der nur passiv konsumiert wird.

Um die Qualität der Kampagnen zu skalieren, arbeitet WePush an einem AI-Briefing-Generator, der pro Branche auf aktuelle Trends trainiert wird. Das Ziel: Creatorn werden fertige Konzepte als Inspiration an die Hand gegeben, statt bei null anzufangen.

UK-Expansion und Marktplatz-Dynamik

Die Expansion nach UK diente als eine Art Generalprobe für den späteren Schritt in die USA. Dabei zeigte sich ein interessantes Muster: Die Advertiser-Seite des Marktplatzes lief sofort gut an, während die Creator-Akquise deutlich schwerer war als erwartet.

Ein auffälliger Unterschied zwischen den Märkten: In Deutschland ging fast jedes produzierte Video viral. In UK dagegen brauchte es im Schnitt 7 bis 8 bezahlte Videos, bevor 1 bis 2 davon tatsächlich zündeten. Das zeigt, wie unterschiedlich Content-Dynamiken je nach Markt ausfallen können – und wie wichtig es ist, diese Unterschiede vor einer Skalierung zu verstehen.

Grundsätzlich gilt für den Marktplatz: Netzwerkeffekte sind entscheidend. Jeder neue Creator, der der Plattform beitritt, macht WePush automatisch wertvoller für Advertiser – und umgekehrt zieht mehr Nachfrage von Marken wieder mehr Creator an.

Hiring, Leadership und Gründer-Learnings

Markus spricht offen über einen der teuersten Fehler in der Firmengeschichte: falsche Hires. Zu seniorige Mitarbeiter brachten Corporate-Politik in ein Startup-Umfeld, das eigentlich schnelle, unkomplizierte Entscheidungen braucht.

Als Gegenmaßnahme hat WePush bezahlte Trial-Phasen vor der Festanstellung eingeführt – ein Schritt, der die Hiring-Erfolgsrate nach Markus' Erfahrung massiv verbessert hat, weil sich Passung und Arbeitsweise im echten Arbeitsalltag zeigen, statt nur im Interview.

Am Ende bringt Markus seine wichtigsten Ratschläge für Gründer auf eine einfache Formel: Talk to users, launch fast, don't run out of money. Drei Prinzipien, die sich durch die gesamte Geschichte von SongPush zu WePush ziehen – von der ersten Nische in der Musikindustrie bis zur internationalen Expansion als Creator-Marktplatz.


Mehr zu Markus Cremer:

  • LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/markus-cremer-63480b74/
  • Website: https://wepush.com

Alles zu Unicorn Bakery: https://zez.am/unicornbakery

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