13. April 2026
Wie ist es eigentlich, wenn dein Startup scheitert? – Alessa Vogler, dropp | Rising Stars powered by Fiverr
Über diese Episode
Das Scheitern gehört zum Gründen dazu – doch darüber spricht kaum jemand offen. Alessa Vogler, Gründerin des Lieferservices dropp, durchlebte genau diese schwere Phase: Nach außen sah lange alles nach Erfolg aus, doch Ende 2022 musste ihr Unternehmen Insolvenz anmelden.
Von der Erfolgsgeschichte zur Insolvenz
Alesssa Vogler startete mit dropp einen Lieferservice speziell für E-Commerce-Shops. Das Timing schien perfekt, die Nachfrage war da und das Unternehmen wuchs. Doch hinter den Kulissen entwickelte sich eine andere Geschichte – eine, die zeigt, wie komplex und unvorhersehbar das Startup-Leben wirklich sein kann.
Ende 2022 kam dann der Wendepunkt: dropp musste vorläufige Insolvenz anmelden. Was nach außen wie ein plötzlicher Sturz aussah, war in Wirklichkeit das Ergebnis verschiedener Faktoren, die sich über Zeit aufgebaut hatten.
Die Komplexität als Stolperstein
Ein zentrales Problem bei dropp war die Komplexität des Geschäftsmodells. Diese Vielschichtigkeit verhinderte letztendlich die Profitabilität des Unternehmens. Hypothesen, die zu Beginn vielversprechend aussahen, bestätigten sich im Nachhinein nicht und hemmten das Wachstum.
Für Gründer ist dies eine wichtige Erkenntnis: Ein komplexes Geschäftsmodell bedeutet nicht automatisch ein besseres oder wertvolleres Unternehmen. Oft ist das Gegenteil der Fall – Einfachheit und klare Wertversprechen führen schneller zum Erfolg.
Der schwierige Weg zur Erkenntnis
Der Prozess hin zur Insolvenz war nicht schleichend – das Unternehmen merkte durchaus, wenn etwas nicht stimmte, und unternahm Rettungsversuche. Doch manchmal reichen auch die besten Bemühungen nicht aus, um ein Unternehmen zu retten.
Besonders schwierig war für Alessa die Balance zwischen dem Eingeständnis von Problemen und der notwendigen Außendarstellung gegenüber Investoren. Wie offen kann man sich Hilfe holen, wenn man gleichzeitig stabil und erfolgreich wirken muss?
Die Befreiung der Insolvenzanmeldung
Paradoxerweise kann die Insolvenzanmeldung auch befreiend wirken. Endlich herrscht Gewissheit über die Situation, und man weiß, was als nächstes passiert. Die Ungewissheit, die oft monatelang anhält, findet ein Ende.
Nach der Insolvenzanmeldung gibt es verschiedene Möglichkeiten für ein Unternehmen – nicht immer bedeutet Insolvenz das komplette Ende. Es gibt Wege der Sanierung oder Übernahme, die das Unternehmen in neuer Form weiterführen können.
Outsourcing und Freelancer als Teil der Strategie
Interessant ist auch Alessas Perspektive auf Freelancer und das Outsourcen von Aufgaben. Diese Flexibilität spielte eine wichtige Rolle im Werdegang von dropp und zeigt, wie moderne Startups ihre Ressourcen intelligent einsetzen können.
Learnings für andere Gründer
Für Gründer, die noch auf der Suche nach dem Product-Market-Fit sind, hat Alessa wertvolle Tipps. Die Erfahrung mit dropp zeigt, wie wichtig es ist, früh zu erkennen, ob die grundlegenden Annahmen des Geschäftsmodells stimmen.
Bei einer theoretischen Neugründung würde sie – abgesehen von operativen Aspekten – verschiedene strategische Entscheidungen anders treffen. Diese Reflexion ist typisch für erfahrene Gründer: Scheitern wird zur Lernquelle für zukünftige Projekte.
Der Blick nach vorne
Trotz des schwierigen Endes von dropp blickt Alessa nach vorne. Die Startup-Welt hat sie nicht verlassen – im Gegenteil, die Erfahrungen haben sie gestärkt und ihr neue Perspektiven eröffnet.
Ihre Geschichte zeigt: Scheitern ist nicht das Ende, sondern oft der Beginn von etwas Neuem. Die Fähigkeit, aus Fehlern zu lernen und weiterzumachen, ist eine der wichtigsten Eigenschaften erfolgreicher Gründer.
Fazit
Alesssa Voglers offene Schilderung ihrer Erfahrungen mit dropp ist wertvoll für die gesamte Startup-Community. Sie zeigt, dass auch scheinbar erfolgreiche Unternehmen scheitern können und dass dies ein normaler Teil des Gründerdaseins ist. Wichtig ist, aus den Erfahrungen zu lernen und den Mut nicht zu verlieren.
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