13. April 2026
Von der gescheiterten Streetwear-Brand zum erfolgreichen B2B-Fashion-Startup – Marco Lawrenz, Mula
Über diese Episode
Marco Lawrenz und sein Team haben einen beeindruckenden Pivot hingelegt: Aus der ursprünglichen Streetwear-Brand "Fucking Early" wurde Mula – eine B2B Fashion Plattform, die mittlerweile ein millionenschweres Investment der Spread Group erhalten hat. Diese Transformation zeigt exemplarisch, wie Gründer aus gescheiterten Geschäftsmodellen lernen und erfolgreiche neue Wege einschlagen können.
Der steinige Weg vom B2C zum B2B
Ursprünglich als Streetwear für jedermann gestartet, erkannte das Team schnell, dass der B2C-Markt für sie nicht der richtige Weg war. Der Pivot zu einem B2B Fashion Startup war keine spontane Entscheidung, sondern das Ergebnis harter Learnings und der Erkenntnis, wo die eigentlichen Stärken des Unternehmens lagen.
Die Entwicklung von Mula zu einer skalierbaren B2B Fashion Plattform war geprägt von strategischen Entscheidungen und der kontinuierlichen Optimierung von Prozessen. Dabei spielte die Frage der Skalierung und Automatisierung eine zentrale Rolle – vom händischen Bedrucken von T-Shirts hin zu vollautomatisierten Abläufen.
Die härtesten Entscheidungen auf dem Gründerweg
Jeder Gründer kennt sie: die Momente, in denen Entscheidungen getroffen werden müssen, die einem schlaflose Nächte bereiten. Für Marco und sein Team waren diese kritischen Wendepunkte prägend für den späteren Erfolg. Besonders herausfordernd war dabei die Frage, wann und wie neue Mitarbeiter eingestellt werden sollten – eine Entscheidung, die auch heute noch komplex bleibt.
Die Transformation des Geschäftsmodells brachte auch Veränderungen in der Herangehensweise an B2B Sales mit sich. Was früher funktionierte, musste komplett überdacht und an die neuen Gegebenheiten angepasst werden.
Vom Bootstrapping zum strategischen Investment
Ein zentraler Wendepunkt war die Entscheidung, die Spread Group als strategischen Investor an Bord zu holen. Diese Wahl war nicht nur eine Finanzierungsentscheidung, sondern eine strategische Weichenstellung für die Zukunft des Unternehmens.
Die Zeit vor dem Investment – die klassische Bootstrapping-Phase – unterscheidet sich fundamental von der Situation nach einer Finanzspritze. Die Frage, ob man nach einem Investment ruhiger schläft, beschäftigt viele Gründer. Marco's Erfahrungen zeigen, dass sich mit dem Investment nicht nur die finanzielle Situation, sondern auch die Teamdynamik und die strategische Ausrichtung ändern.
Skalierung und Automatisierung als Erfolgsfaktoren
Eine der größten Herausforderungen war es, Mula skalierbar zu machen. Das Unternehmen musste lernen, wie komplexe Geschäftsprozesse automatisiert werden können, ohne die Qualität zu verlieren. Dabei stellte sich heraus, dass nicht alles automatisierbar ist – und das auch nicht alles automatisiert werden sollte.
Die Komplexität des Geschäftsmodells als B2B Fashion Plattform bringt eigene Herausforderungen mit sich. Viele Punkte, die zu Beginn "scrappy" gelöst wurden, mussten im Laufe der Zeit professionalisiert werden.
Learnings für andere Gründer
Marco's Geschichte bietet wertvolle Einblicke für andere Gründer:
- –Ein gescheitertes Geschäftsmodell kann der Grundstein für ein erfolgreiches neues sein
- –Strategische Investoren bringen nicht nur Kapital, sondern auch Expertise und Netzwerk
- –Skalierung erfordert systematisches Denken und die Bereitschaft, bewährte Prozesse zu hinterfragen
- –Die Einstellung neuer Mitarbeiter bleibt auch mit Wachstum eine komplexe Aufgabe
Die Transformation von Mula zeigt: Manchmal ist der Weg zum Erfolg nicht linear, sondern geprägt von Pivots, harten Entscheidungen und der Fähigkeit, aus Fehlern zu lernen. Marco's Ratschläge sind dabei besonders wertvoll, weil sie aus echten Erfahrungen stammen – auch wenn er selbst zugibt, dass manche Ratschläge leichter zu geben als zu befolgen sind.
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