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21. Juni 2025

Therapie, Druck, Handysucht: Wie 1KOMMA5°-Gründer Philipp Schröder mit Überforderung umgeht

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Wenn der CEO an seine Grenzen stößt

Philipp Schröder führt 1KOMMA5°, eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen im Bereich erneuerbarer Energien. Doch hinter dem Erfolg stehen auch die weniger glamourösen Seiten des Gründerlebens: Stress, Überforderung und die ständige Herausforderung, als Führungskraft die Balance zu halten.

In einem offenen Gespräch teilt Schröder seine Erfahrungen mit Leadership-Burnout und erklärt, wie er gelernt hat, Verantwortung nicht nur für sein Unternehmen und sein Team zu übernehmen, sondern auch für sich selbst und seine Familie.

Selbstreflexion als Führungsinstrument

Für Schröder ist Selbstreflexion kein Nice-to-have, sondern eine essenzielle Führungskompetenz. "Als CEO trägst du Verantwortung für hunderte von Menschen", erklärt er. "Wenn du nicht auf dich selbst achtest, kannst du diese Verantwortung nicht langfristig tragen."

Die Bereitschaft, sich selbst kritisch zu hinterfragen und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, sieht er als Zeichen von Stärke, nicht von Schwäche. Therapie hat ihm dabei geholfen, Muster zu erkennen und bewusster mit Stress umzugehen.

Energiemanagement statt Zeit-Management

Während viele Führungskräfte versuchen, mehr Zeit zu finden, konzentriert sich Schröder auf etwas anderes: Energiemanagement. "Du kannst deine Zeit nicht vermehren, aber du kannst lernen, deine Energie bewusster einzusetzen", sagt er.

Dazu gehört für ihn:

  • Bewusste Pausen und Rückzugsmöglichkeiten schaffen
  • Prioritäten klar definieren und Nein sagen lernen
  • Die eigenen Energiequellen identifizieren und nutzen

Besonders in schwierigen Momenten hat er gelernt, sich bewusst zurückzuziehen, statt in Aktionismus zu verfallen. "Manchmal ist das Beste, was du als Führungskraft tun kannst, einen Schritt zurück zu gehen und zu reflektieren."

Die Herausforderungen des Hyper-Growth

Als CEO eines schnell wachsenden Unternehmens steht Schröder vor besonderen Herausforderungen. Das Tempo ist hoch, die Entscheidungen folgenreich, und der Druck konstant. Hier zeigt sich, wie wichtig es ist, früh Strukturen zu schaffen, die nachhaltiges Wachstum ermöglichen.

"Du musst lernen, zwischen dem zu unterscheiden, was wirklich dringend ist und dem, was nur laut ist", erklärt Schröder. Diese Unterscheidung zu treffen, erfordert Klarheit über die eigenen Prioritäten und den Mut, auch mal gegen den Strom zu schwimmen.

Verantwortung für das gesamte Ökosystem

Schröders Ansatz geht über die reine Unternehmensführung hinaus. Er sieht sich in der Verantwortung für ein ganzes Ökosystem: sein Team, seine Familie und sich selbst. Diese ganzheitliche Betrachtung hilft ihm dabei, nachhaltige Entscheidungen zu treffen.

"Wenn du nur auf das Unternehmen fokussiert bist und alles andere vernachlässigst, funktioniert am Ende auch das Unternehmen nicht mehr", erklärt er. Die Balance zu finden, ist eine ständige Herausforderung, aber auch der Schlüssel zu langfristigem Erfolg.

Praktische Lehren für andere Gründer

Schröders Erfahrungen zeigen: Selbstfürsorge ist nicht selbstsüchtig, sondern eine Führungsverantwortung. Wer als CEO langfristig erfolgreich sein will, muss lernen, bewusst mit der eigenen Energie umzugehen und sich die nötige Unterstützung zu holen.

Dabei geht es nicht um perfekte Work-Life-Balance-Lösungen, sondern um ehrliche Selbstreflexion und den Mut, auch unbequeme Wahrheiten anzugehen. Therapie, bewusstes Energiemanagement und die Bereitschaft, sich in schwierigen Momenten zurückzuziehen, sind dabei keine Zeichen von Schwäche, sondern von strategischem Denken.

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