13. April 2026
Series A-Finanzierung im aktuellen Marktgeschehen & Product Market Fit in einem umkämpften Markt - Jennifer Dussileck, finway
Über diese Episode
Jennifer Dussileck, Gründerin von finway, navigiert mit ihrem Startup durch einen der umkämpftesten Märkte im deutschen FinTech-Bereich: die Finanzlösungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Trotz zahlreicher gut finanzierter Konkurrenten hat finway kürzlich seine Series A-Finanzierung erfolgreich abgeschlossen. Ein Gespräch über strategische Positionierung, Product Market Fit und die veränderten Bedingungen am Venture Capital-Markt.
Der Weg in die Startup-Welt und das Kernproblem
Jennifer Dussilecks Weg führte sie direkt in das Herz des deutschen KMU-Marktes. Mit finway haben sie sich ein komplexes Problem vorgenommen: Finanzlösungen für kleine und mittlere Unternehmen zu entwickeln, die sowohl benutzerfreundlich als auch funktional umfassend sind. Der Markt war bereits bei der Gründung hart umkämpft – eine Situation, die sich bis heute nicht entspannt hat.
Positionierung in einem überfüllten Markt
Die größte Herausforderung für finway bestand darin, eine einzigartige Positionierung zu entwickeln, die sie von der Masse der Konkurrenten abhebt. Statt sich in einem generischen Ansatz zu verlieren, erarbeitete das Team eine spezifische Go-To-Market-Strategie, die auf ihre Stärken und die Schwächen der Konkurrenz ausgerichtet ist.
Der Schlüssel lag darin, nicht zu versuchen, alles für alle zu sein, sondern eine klare Zielgruppe zu definieren und deren spezifische Bedürfnisse optimal zu adressieren. Diese Fokussierung half finway dabei, sich trotz der Vielzahl an Alternativen am Markt zu behaupten.
Speed vs. Perfektion: Der Beta-Launch
Bei der Produktentwicklung stand finway vor der klassischen Startup-Entscheidung: Perfektionismus oder Geschwindigkeit? Das Team entschied sich bewusst dafür, an bestimmten Details zu sparen, um schneller mit einer Beta-Version am Markt testen zu können. Diese Strategie ermöglichte es ihnen, frühzeitig wertvolles Nutzerfeedback zu sammeln und das Produkt iterativ zu verbessern.
Product Market Fit: Die Indikatoren erkennen
Eine der kritischsten Fragen für jedes Startup ist: Haben wir bereits Product Market Fit erreicht? Jennifer Dussileck erklärt, woran finway gemerkt hat, dass sie auf dem richtigen Weg sind. Die Indikatoren sind oft subtiler als erwartet und manifestieren sich in Nutzungsmustern, Kundenfeedback und organischem Wachstum.
Product Market Fit ist kein binärer Zustand, sondern ein Prozess. Die Kunst liegt darin, die richtigen Signale zu erkennen und darauf zu reagieren, bevor die Konkurrenz einen Vorsprung gewinnt.
Herausforderungen und schwierige Phasen
Jeder Startup-Weg ist gepflastert mit Hindernissen. finway durchlief seit der Gründung mehrere harte Phasen, die das Team an seine Grenzen brachten. Diese Erfahrungen formten jedoch nicht nur das Produkt, sondern auch die Unternehmenskultur und die strategische Ausrichtung.
Der Chief Revenue Officer: Top-Talent für das Startup gewinnen
Eine besondere Herausforderung bestand darin, einen erfahrenen Chief Revenue Officer für das Startup zu gewinnen. Wie überzeugt man eine sehr erfahrene Person davon, eine C-Level-Position in einem noch jungen Unternehmen zu übernehmen? finway entwickelte eine gezielte Strategie, die sowohl die Vision des Unternehmens als auch die persönlichen Karriereziele des Kandidaten berücksichtigte.
Seed vs. Series A: Veränderte Marktbedingungen
Der Unterschied zwischen der Seed- und Series A-Finanzierung war für finway besonders markant – nicht nur wegen der unterschiedlichen Finanzierungsphasen, sondern auch wegen der drastischen Veränderungen am Venture Capital-Markt während dieser Zeit.
Die Bedingungen, Erwartungen und Bewertungsmaßstäbe haben sich erheblich gewandelt. Was bei der Seed-Runde noch als innovativ und vielversprechend galt, musste für die Series A durch harte Kennzahlen und bewiesene Traction untermauert werden.
Learnings für andere Gründer
Aus den Erfahrungen mit beiden Finanzierungsrunden kristallisierten sich wichtige Punkte heraus, die Jennifer Dussileck anderen Gründern ans Herz legt. Diese reichen von der Vorbereitung der Due Diligence bis hin zur strategischen Auswahl der Investoren.
Die Rolle von Outsourcing und Freelancern
In der heutigen Startup-Landschaft spielen Outsourcing und Freelancer eine zunehmend wichtige Rolle. finway hat diese Ressourcen strategisch eingesetzt, um Flexibilität zu bewahren und gleichzeitig Expertise in spezifischen Bereichen zu gewinnen.
Tipps für die Suche nach Product Market Fit
Für Gründer, die sich noch auf der Suche nach Product Market Fit befinden, teilt Jennifer Dussileck konkrete Ratschläge. Der Weg dorthin ist selten linear und erfordert sowohl Ausdauer als auch die Bereitschaft, etablierte Annahmen in Frage zu stellen.
Die Vision: finway in fünf Jahren
Die langfristige Vision für finway ist ambitioniert aber klar definiert. In den nächsten fünf Jahren soll das Unternehmen seine Position im deutschen KMU-Markt weiter ausbauen und dabei die Standards für Finanzlösungen in diesem Segment neu definieren.
finways Geschichte zeigt: Auch in überfüllten Märkten ist Erfolg möglich, wenn Positionierung stimmt, das Team stark ist und die Ausführung konsequent erfolgt. Die Series A-Finanzierung ist dabei nur ein Meilenstein auf einem längeren Weg.
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