13. April 2026
Mental Health im Startup - Wie stärke ich als Gründer die Resilienz meines Teams für schwere Zeiten?
Über diese Episode
Die mentale Verfassung des Teams ist genauso entscheidend für den Unternehmenserfolg wie fachliche Kompetenzen. Kim Breuer von Likeminded weiß das aus eigener Erfahrung und hat mit ihrem Team eine innovative Lösung entwickelt, um Mitarbeitern bereits vor einem notwendigen Psychologen-Besuch mental zu stärken.
Was macht Likeminded?
Likeminded bietet psychologische Betreuung in Online-Gruppenformaten an. Das Unternehmen arbeitet mit einem Team aus Fachkräften zusammen, um betroffenen Mitarbeitern präventive Unterstützung zu bieten. Die Idee: Mental Health-Förderung sollte nicht erst greifen, wenn bereits ernsthafte Probleme entstanden sind.
Vom B2C-Start zum B2B-Pivot
Ursprünglich startete Likeminded als B2C-Unternehmen. Doch verschiedene Faktoren machten diesen Markt zur Herausforderung. Kim Breuer teilt offen ihre Erfahrungen darüber, wie das Team erkannte, dass die ursprüngliche Zielgruppe nicht funktionierte und ein Strategiewechsel notwendig wurde.
Der Wechsel von B2C zu B2B ist kein seltenes Phänomen in der Startup-Welt, bringt aber spezielle Herausforderungen mit sich. Welche Faktoren entscheiden darüber, ob sich Menschen in Gruppentherapie-Settings wohlfühlen? Und wie kommuniziert man als Gründer dem Team, wenn KPIs nicht erreicht werden?
Transparente Kommunikation bei Unsicherheiten
Ein zentraler Punkt in Kims Erfahrung: Wie geht man vor, wenn das Unternehmensmodell komplett neu gedacht werden muss? Die Kommunikation von Unsicherheiten im Team erfordert besondere Sensibilität. Gründer stehen vor der Herausforderung, ehrlich über Probleme zu sprechen, ohne das Team zu demotivieren.
Kim erklärt, welcher Prozess bei Likeminded ablief, als das Unternehmensmodell überdacht werden musste und welche konkreten Änderungen seit der Neuausrichtung umgesetzt wurden.
Mental Health im B2B-Kontext
Die Relevanz von Mental Health in Unternehmen wird immer deutlicher. Doch wen targetiert man eigentlich im B2B-Bereich? Die Entscheidungsträger für Mental Health-Lösungen sind oft andere als die eigentlichen Nutzer. Kim teilt ihre Erkenntnisse darüber, wie Likeminded diese Herausforderung angeht.
Besonders interessant: Wann erkannte das Team den Product Market Fit-Moment? Diese Erkenntnis ist für viele Gründer ein Wendepunkt und oft schwer zu identifizieren.
Praktische Tipps für Gründer
Kim gibt konkrete Ratschläge für Gründer in ähnlichen Situationen:
- –KPIs richtig interpretieren: Welche Kennzahlen zeigen wirklich den Erfolg des Unternehmensmodells?
- –Flexibilität in der Zielerreichung: Wann ist es Zeit, den ursprünglichen Plan zu überdenken?
- –Teamkommunikation: Wie vermittelt man schwierige Entscheidungen, ohne die Motivation zu zerstören?
Mental Health als Führungsaufgabe
Für Gründer stellt sich die grundlegende Frage: Was kann ich tun, um die mentale Gesundheit meines Teams zu stärken? Die Antwort geht weit über klassische Benefits hinaus. Es geht um eine Unternehmenskultur, die Offenheit für mentale Herausforderungen schafft und präventive Maßnahmen etabliert.
Online-Formate für die Förderung mentaler Gesundheit bieten dabei neue Möglichkeiten. Sie sind skalierbar, niedrigschwellig und können flexibel an die Bedürfnisse verschiedener Teams angepasst werden.
Fazit
Kim Breuers Erfahrungen mit Likeminded zeigen: Der Weg vom B2C zum B2B ist machbar, erfordert aber Mut zur Veränderung und transparente Kommunikation. Mental Health wird zunehmend zu einem wichtigen Faktor für den Unternehmenserfolg – sowohl als Produkt als auch als interne Führungsaufgabe.
Die wichtigste Erkenntnis: Flexibilität und die Bereitschaft, das ursprüngliche Geschäftsmodell zu hinterfragen, können den Unterschied zwischen Scheitern und Erfolg ausmachen.
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