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13. April 2026

Jenny Saft, Apryl: Social Freezing als Employee Benefit revolutionieren

Über diese Episode

Jenny Saft hat mit Apryl (ehemals OVIAVO) ein Startup gegründet, das ein hochsensibles Thema angeht: die Familienplanung junger Berufstätiger. Das Unternehmen bietet das Einfrieren von Eizellen als Employee Benefit an – eine Innovation, die Karriere und Kinderwunsch miteinander vereinbaren soll.

Das Problem: Biologische Uhr vs. Karrierewünsche

Der sogenannte Social Freezing-Prozess ermöglicht es jungen Menschen, gesunde Eizellen einzufrieren, um diese später für die Erfüllung potenzieller Kinderwünsche nutzen zu können. Der medizinische Hintergrund ist eindeutig: Nach dem 30. Lebensjahr sinkt die Qualität und Anzahl der Eizellen einer Person drastisch.

Genau hier setzt Apryl an. Das Angebot richtet sich besonders an Personen, die sich im jungen Erwachsenenalter trotz ambitionierter Karrierepläne alle Familienplanungsoptionen offen lassen wollen. Statt sich zwischen beruflichem Erfolg und dem optimalen Zeitpunkt für Kinder entscheiden zu müssen, bietet Social Freezing eine dritte Option.

Von der Problemerkennung zur Gründung

Wie Jenny Saft dazu kam, genau dieses Problem zu lösen und wie der Weg zur Gründung verlief, zeigt die Komplexität des Themas. Social Freezing ist nicht nur medizinisch anspruchsvoll, sondern auch gesellschaftlich noch wenig etabliert. Als Employee Benefit ist es geradezu revolutionär.

Die Herausforderung lag darin, ein komplexes medizinisches Verfahren in ein skalierbares Geschäftsmodell zu überführen. Dabei mussten nicht nur die medizinischen Aspekte geklärt werden, sondern auch die Integration in bestehende HR-Strukturen von Unternehmen.

Aktueller Stand und Teamaufbau

Apryl hat bereits erhebliche Fortschritte gemacht. Das Startup arbeitet daran, Social Freezing als standardisierten Employee Benefit zu etablieren. Dabei geht es nicht nur um die medizinische Durchführung, sondern um die gesamte Betreuung – von der Aufklärung bis zur späteren Nutzung der eingefrorenen Eizellen.

Der Teamaufbau bei Apryl spiegelt die Komplexität des Geschäftsmodells wider. Es braucht sowohl medizinische Expertise als auch Business-Know-how, um Unternehmen von diesem neuartigen Benefit zu überzeugen. Die Zusammenstellung des richtigen Teams war daher entscheidend für den bisherigen Erfolg.

Learnings für andere Gründer:innen

Jenny Safts Erfahrungen mit Apryl bieten wertvolle Einblicke für andere Founder. Besonders interessant sind ihre Erkenntnisse darüber, was sie gerne früher über das Gründen gewusst hätte. Bei einem so sensiblen und komplexen Thema wie Social Freezing sind die üblichen Startup-Regeln oft nicht direkt anwendbar.

Die Herausforderungen reichen von regulatorischen Hürden über die Aufklärungsarbeit bis hin zur Überzeugung von Unternehmen, in die Familienplanung ihrer Mitarbeiter:innen zu investieren. Gleichzeitig ist es genau diese Komplexität, die Apryl einen starken Wettbewerbsvorteil verschafft.

Vision: Familienplanung neu denken

Mit Apryl verfolgt Jenny Saft eine Vision, die über das reine Geschäftsmodell hinausgeht. Es geht darum, gesellschaftliche Normen zu hinterfragen und neue Möglichkeiten zu schaffen. Social Freezing als Employee Benefit könnte die Art, wie wir über Karriere und Familie denken, grundlegend verändern.

Das Startup zeigt, wie innovative Gründer:innen auch in hochregulierten und gesellschaftlich sensiblen Bereichen disruptive Lösungen entwickeln können. Jenny Safts Weg mit Apryl ist ein Beispiel dafür, wie persönliche Mission und unternehmerischer Erfolg zusammenfinden können.

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