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13. April 2026

Ex-BILD Chef Kai Diekmann über seine Zeit BILD, seine neue Firma StoryMachine und Donald Trump

Über diese Episode

Kai Diekmann ist zweifellos eine der prägendsten Medienpersönlichkeiten der letzten Jahrzehnte. 16 Jahre lang führte er als Chefredakteur die BILD-Zeitung – eine beeindruckende Karriere, die ihm nicht nur Bewunderung, sondern auch kritische Stimmen einbrachte.

Der Weg an die Spitze von BILD

Diekmanns Aufstieg zum BILD-Chef war kein Zufall. In dem ausführlichen Interview erzählt er von seinem Werdegang und den entscheidenden Momenten, die ihn an die Spitze Deutschlands größter Boulevardzeitung brachten. Als Chef der BILD bewegte er sich permanent auf einem Drahtseilakt – eine Position, in der man sich zwangsläufig nicht nur Freunde macht und selbst langjährige Weggefährten manchmal nicht verschont bleiben.

Trotz aller Kontroversen baute Diekmann ein beeindruckendes Netzwerk auf, das ihm bis heute zugutekommt. Die Fähigkeit, Beziehungen aufzubauen und aufrechtzuerhalten, ist dabei ein zentraler Erfolgsfaktor seiner Karriere.

Das historische Trump-Interview

Seine BILD-Karriere endete im Januar 2017 mit einem Paukenschlag: dem ersten Interview eines deutschen Redakteurs mit dem frisch gewählten US-Präsidenten Donald Trump. Dieses Interview markierte nicht nur das Ende einer Ära bei BILD, sondern auch den Beginn eines neuen Kapitels für Diekmann.

Die Gründung von StoryMachine

Nach seinem Abschied von BILD gründete Kai Diekmann gemeinsam mit Philipp Jessen und Michael Mronz die Agentur StoryMachine. Das Unternehmen positioniert sich als digitale Ghostwriting-Agentur, die den digitalen Auftritt und die Krisenkommunikation verschiedener Konzerne übernimmt.

Das Konzept von StoryMachine ist dabei bewusst diskret: "Machen und Klappe halten", denn die Agentur agiert im Hintergrund. In einer Zeit, in der sich die Medienwelt rasant verändert, bietet StoryMachine Unternehmen professionelle Unterstützung bei ihrer digitalen Kommunikation.

Netzwerken als Erfolgsfaktor

Ein zentrales Thema des Gesprächs ist Diekmanns Fähigkeit, ein solch umfangreiches Netzwerk aufzubauen und zu pflegen. Er gibt Einblicke in die Kunst des Beziehungsaufbaus und erklärt, worauf es wirklich ankommt, wenn man langfristige professionelle Verbindungen knüpfen möchte.

Persönliche Einblicke: Das Helmut Kohl-Buch

Besonders persönlich wird es, als Diekmann über seine Buchempfehlung spricht. Er beschreibt den Entstehungsprozess hinter "Ich wollte Deutschlands Einheit" von Helmut Kohl – ein Werk, bei dem er als Autor seinen guten Freund dabei unterstützte, dessen Gedanken zu ordnen und für jeden lesbar zu gestalten. Was Diekmann selbst als "eitel" bezeichnet, wirkt eher authentisch und zeigt seine enge Verbindung zu einer der wichtigsten politischen Figuren der deutschen Nachkriegsgeschichte.

Fazit

Kai Diekmanns Geschichte ist die eines Medienmachers, der es verstand, auch in kontroversen Zeiten seinen Weg zu gehen. Von den Erfolgen und Herausforderungen als BILD-Chef bis hin zur Neuerfindung mit StoryMachine zeigt seine Laufbahn, wie wichtig Anpassungsfähigkeit und ein starkes Netzwerk in der sich wandelnden Medienlandschaft sind.

Seine Erfahrungen bieten wertvolle Einblicke für jeden, der in der Medien- oder Kommunikationsbranche tätig ist – oder verstehen möchte, wie Meinungsbildung und digitale Kommunikation heute funktionieren.

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