13. April 2026
2 IPOs, 1 Milliarden-Exit an Salesforce und Counting | An seinen Firmen hält jeder Mitarbeiter Anteile | Tipps für ein funktionierendes Board | Entrepreneur-Education in Deutschland | Global Techplayer made in Europe - Stephan Schambach, Newstore
Über diese Episode
Stephan Schambach ist ein seltenes Exemplar in der deutschen Startup-Szene: Ein Serial Entrepreneur, der bereits zwei Unternehmen erfolgreich an die Börse gebracht und einen Milliarden-Exit an Salesforce realisiert hat. Seine Geschichte beginnt in den 90ern mit der Gründung von Intershop, das er für Milliarden an die Börse brachte – nur um wenige Tage später den Zusammenbruch des Neuen Marktes mitzuerleben.
Von Intershop zu Demandware: Lehren aus dem Dot-Com-Crash
Intershop überlebte den Crash und existiert bis heute. Doch Schambach gründete weiter: Mit Demandware schuf er ein weiteres erfolgreiches Unternehmen, führte es an die Börse und verkaufte es schließlich für mehrere Milliarden an Salesforce. Diese Erfahrungen prägten seinen Blick auf Unternehmertum und die Bedeutung von Durchhaltevermögen in volatilen Märkten.
Newstore: Die Apple Store Experience für andere Top-Marken
Seit etwa neun Jahren arbeitet Schambach an seinem neuesten Projekt: Newstore. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, die Apple Store Experience in die Geschäfte anderer Top-Marken zu bringen. Dabei geht es um mehr als nur Technologie – es geht um die komplette Transformation des Retail-Erlebnisses.
Team-Building und Mitarbeiterbeteiligung bei Newstore
Ein besonderes Merkmal von Schambachs Unternehmensführung: Jeder Mitarbeiter seiner Firmen hält Anteile. Diese Philosophie der Mitarbeiterbeteiligung zieht sich durch seine gesamte unternehmerische Laufbahn und spiegelt seine Überzeugung wider, dass erfolgreiche Unternehmen nur durch engagierte Teams entstehen.
Amerikanisches vs. deutsches Startup-Ökosystem
Schambach kennt beide Welten und sieht deutliche Unterschiede zwischen dem amerikanischen und deutschen Ökosystem. Seine Erfahrungen zeigen, dass sich Gründer bewusst für globale Märkte entscheiden müssen, insbesondere für die USA, wenn sie international erfolgreich sein wollen.
Die Herausforderung: Global Player made in Europe
Eine seiner provokantesten Thesen: Einen global relevanten Player aus Europa heraus zu gründen, ist seiner Meinung nach kaum machbar – aber nicht unmöglich. Diese Einschätzung basiert auf jahrelanger Erfahrung in verschiedenen Märkten und den strukturellen Unterschieden zwischen den Ökosystemen.
Entrepreneurship-Education in Deutschland: Nachholbedarf vorhanden
Bei der Entrepreneurship-Education in Deutschland sieht Schambach deutlichen Nachholbedarf. Seine Kritik richtet sich dabei nicht nur an die Bildungseinrichtungen, sondern auch an die gesellschaftliche Wahrnehmung von Unternehmertum und Innovation.
Board-Management: Grundlegende Tipps für First-Time-Founder
Als erfahrener Unternehmer gibt Schambach konkrete Ratschläge für das Aufsetzen und Management von Boards. Seine Tipps basieren auf jahrelanger Erfahrung mit verschiedenen Investoren und Board-Strukturen. Dabei betont er die Bedeutung der richtigen Investorenwahl und des aktiven Board-Managements.
Anpassungsfähigkeit als Kern unternehmerischen Erfolgs
Über die Jahre musste sich Schambach als Unternehmer immer wieder an neue Marktgegebenheiten anpassen. Diese Flexibilität sieht er als eine der wichtigsten Qualitäten, die erfolgreiche Unternehmer mitbringen sollten. Von der Validierung neuer Geschäftsmodelle bis hin zur Frage nach Remote Work versus Office Culture – die Fähigkeit zur kontinuierlichen Anpassung bleibt entscheidend.
Fazit: Drei Jahrzehnte Unternehmertum
Stephan Schambachs Laufbahn zeigt, was möglich ist, wenn Durchhaltevermögen auf strategisches Denken trifft. Seine Erfahrungen bieten wertvolle Einblicke für die nächste Generation von Gründern – von den ersten Schritten beim MVP bis hin zum Management komplexer Board-Strukturen in internationalen Märkten.
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